Potosi – Mining for life

Im Hochland der bolivianischen Anden, auf ca. 4000 Metern über dem Meeresspiegel, gründeten die spanischen Kolonialisten 1545 die Bergbausiedelung Potosi.
Der angrenzende Berg “Cerro Rico” wurde mit Silberminen durchzogen, so dass die Stadt schnell zu einer der reichsten Städte der Welt aufstieg. Doch nach dem
Aufstieg folgte der Zusammenbruch der Minenindustrie, und der Ort verarmte. Seit einigen Jahren boomt die Branche wieder, und in den gut 200 Minen
wird Tag und Nacht auf Hochtouren gefördert.

Rund acht Millionen Menschenleben soll die Arbeit in den Minen seit Beginn des Abbaus gefordert haben, ein Großteil von ihnen waren indigene Zwangsarbeiter.
Zur Zeit arbeiten ca. 10.000 Menschen schichtweise in den Stollen des “Cerro Rico”, welcher als “Berg, der lebende Menschen frisst”
in die Legenden Boliviens eingegangen ist.

Bolivien, Potosi, November 2012